Woche ZWEI der Kulturtage AKK 2018 im Rückblick

Qigong Workshop mit Gisela Adam
Foto: skr

Vor uns der ruhig fließende Rhein – die kleinen Wellen, an denen sich die Abendsonne spiegelt – die alten Bäume, deren Blätter sanft vom Abendwind bewegt werden, ganz dem Atem der Natur nah, die sanft und ruhig fließenden Bewegungen des Qigong – im Einklang mit dem großen Ganzen.

So erleben die Teilnehmer in den frühen Abendstunden Qigong oder Chigong, die chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform zur Kultivierung von Körper und Geist. Die Übungen sollen den Qi-Fluss positiv beeinflussen. Körper- und Bewegungsübungen, Atemübungen, Konzentrationsübungen und Meditationsübungen sind die Bestandteile

Der Ursprung geht zurück auf 365 v. Chr. Der Name Qigong wurde zum ersten Mal etwa 600 Jahre später verwendet und bezeichnet seitdem bestimmte Übungen in der Kampfkunst. Diese Praxis als Gesundheitsvorsorge spielt seither in China ein große Rolle. Auch hierzulande hat Qigong seit den 1950er Jahren Bedeutung gewonnen und wird eingesetzt zur Förderung und Stabilisierung des Energiehaushaltes des Körpers.

Wer sich für diese sanfte Art der Körperertüchtigung interessiert, kann bei seiner Krankenkasse erfragen, ob für die Kurse bei Gisela Adam eine Kostenübernahme vorgesehen ist.

Brigitte Handel und Ute Weitz, beide aus Kostheim und interessiert an Neuem sind auf den Workshop aufmerksam geworden über die Kulturtage AKK. Als leidenschaftliche Walkerinnen finden sie Qigong für Ungeübte anstrengend. Foto: skr
Russisches Roulette am Rhein

Literarische und biographische Spuren russischer Schriftsteller und Dichter wie Tolstoi, Turgenjew, Dostojewski werden von der Mainzer Schauspielerin Ella Schwarzkopf beeindruckend vorgetragen. Die Texte haben  einen Bezug zu Aufenthalten der Schriftsteller in deutschen Kurbädern, meistens Briefe an zu hause. Wiesbaden, Bad Soden, Bad Nauheim, auch von Erlebnissen in Mainz um Rheinhessen berichten sie, über Land und Leute und den guten Wein.

Musikalisch begleitet sie Alexandre Bytchkov. Sein Akkordeon setzt Akzente und ergänzt in feinfühliger slawischer Musik den russischen Abend. Er ist Dozent am Peter-Cornelius-Konservatorium in Mainz.

Marokko – eine Reise

Der Fotograf Arndt Schlüter berichtet in der Kasteler Erlöserkirche über seine Reise mit der Familie durch marokkanischen Städte und Landschaften. Seine Aufnahmen der Sandwüste, Dünen- und Felsfommationen lassen einen eintauchen in die betörend schöne und zugleich menschenunfreundliche Welt der Sahara. Eine Auswahl der Bilder sind in der Erlöserkirche in seiner Ausstellung zu sehen.

In seiner Finissage am 23. September verkauft Arndt Schlüter seine Bilder zugunsten der Kindertagesstätte der Erlösergemeinde. Die Kindertagesstätte wird saniert und um eine Krippengruppe erweitert. Dazu muss die Gemeinde in erheblichem Umfang Eigenmittel aufbringen

Gehen oder Bleiben

Ein stimmungsvoller Abend mit Liedern aus Folk, Pop, Jazz, gesungen von Sabine Kazmeier-Liermann, der Pfarrerin höchstselbst! Glücklich kann sich eine Gemeinde schätzen, wenn die Hirtin singen kann. Sie wird begleitet vom Mainzer Gitarristen Frank Willems (frank-willems.de).

Gertraud Lindemann liest dazu Texte von Aaron E. Schmitt, Siegfried Lenz, Hans Dieter Hüsch, Truman Capote, Clara Viebig und Mascha Kaléko, die manchmal humorig und manchmal anrührend sind, alle haben sie Tiefe.

Zu wenig junge Leute im Publikum, stellte mein Sohn (24) fest. Daran müssen wir noch arbeiten.
(Fotos: Arndt Schlüter)

Kari Hansen – Art Nouveau und Mixed Media
Foto: skr

Die Kasteler Malerin Kari Hansen gestaltet ihre Bilder in Mixed Mediatechnik. Sie ist liebt die Art Nouveau und ist fasziniert von der Architektur Gaudis.  Das setzt sie um in Formen aus der Natur und Gesichtern, die stilisiert und farbenfroh darstellt. Ihren Lebensraum hat sie in vielen Bereichen an ihre künstlerische Arbeit angepasst. Sie ist Nichte der norwegischen Malerin und Bildhauerin Nelly Hansen, die sie seit Kindheit geprägt und deren Namen sie für ihre Arbeit als Malerin adaptiert hat.

Wiesbadens langjähriger Oberbürgermeister (1985 bis 1997) Achim Exner ist einer ihrer Ehrengäste sowie eine Delegation aus St. Vait (Österreich), der Partnerstadt. Petra Seib, Leiterin der Ortsverwaltung, brichtet freudesprühend  in ihrer Eröffnungsrede, wie sehr es ihr am Herzen lag, diese Arbeiten im Rahmen der Kulturtage AKK zu zeigen.

Die Werke von Kari Epper-Uhmann sind zu sehen noch bis zum Ende der Kulturtage in der Ortsverwaltung Kastel/Kostheim, St. Vaiter Platz 1

Ganz nah anders – anders ganz nah | Improvisationstheater Restriko
Ganz nah anders – anders ganz nah | Improvisationstheater Restriko, Foto: skr

Mit dem Ensemble reist das Publikum in die Welt der improvierten Szenen. Das Thema ist umrissen, aber was sich dazu aus dem Ärmel schütteln lässt erstaunt und fasziniert die Gäste in der Reduit am Samstagabend. Gleich darauf am Sonntagmorgen sind die Kinder eingeladen Märchen zu spinnen. Groß und klein im Publikum ist begeistert: Spaß und tolle Unterhaltung für Familien!

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